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Armutszeugnis für das Bildungsland Nordrhein-Westfalen

Armutszeugnis für das Bildungsland Nordrhein-Westfalen
16.07.2015 | Ina Scharrenbach zur Studie des Caritas-Verbandes zu Schulabgängern ohne Abschluss:
 

In dieser Woche hat der Caritas-Verband eine Studie zu Schulabgängern ohne Abschluss veröffentlicht. Demnach haben im Jahr 2013 rund sechs Prozent der Jugendlichen die Schule ohne Abschluss verlassen. Vor allem im Ruhrgebiet gibt es starke Defizite: So haben in Dortmund rund acht Prozent der Schüler am Ende ihrer Schulkarriere keinen Abschluss. Dazu erklärt die CDU-Familienpolitikerin, Ina Scharrenbach:

„2012 wurde im Beisein der Ministerpräsidentin Hannelore Kraft der erste Bildungsbericht Ruhr vorgestellt. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt klaffte damals schon eine große Lücke zu den Ruhrgebietsstädten, da hier überproportional viele Jugendliche die Schule ohne Abschluss verließen.

Die Handlungsempfehlungen damals waren eindeutig: Bessere Anpassung von Angebotsstrukturen, übergreifende Schulentwicklungsplanung durch die Kommunen, Gestalten regionaler Bildungslandschaften, die Ganztagsentwicklung gezielt voranbringen und die Kooperationen von Schulen mit und ohne Oberstufe stärken. Seitdem ist aber nichts passiert. Im Gegenteil: In einigen Städten des Ruhrgebiets haben sich die Zahlen von Schülern ohne Schulabschluss sogar weiter verschlechtert.

Wenn das Motto ‚Kein Kind zurücklassen‘ mehr sein soll als nur ein Werbeslogan, dann müssen Frau Kraft und Frau Löhrmann die Frage beantworten, warum sich die Zahlen in Nordrhein-Westfalen immer weiter verschlechtern. Viele Städte und Gemeinden liegen weit hinter dem Bundesdurchschnitt. Das aber wird unserem Land nicht gerecht. Die Landesregierung muss sich stärker für die Bildungschancen von Jugendlichen aus problematischen Verhältnissen einsetzen, damit auch diese jungen Menschen einen gelungenen Start in ihr Berufsleben schaffen.“