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Bestenauslese findet faktisch nicht mehr statt

Bestenauslese findet faktisch nicht mehr statt
19.09.2014 | Werner Lohn zur Bewerbersituation bei der Polizei:
 

Die Bewerbersituation bei der nordrhein-westfälischen Polizei ist inzwischen alarmierend. Im letzten Bewerbungsdurchgang sind bereits 2.500 der insgesamt 8.300 Bewerber an den formalen Bewerbungsvoraussetzungen gescheitert. Von den Bewerbern, die überhaupt zum Auswahlverfahren eingeladen wurden, sind mehr als 1.000 gar nicht erschienen. Zieht man dann noch die Zahl derjenigen ab, die das Auswahlverfahren nicht bestanden haben, bleiben gerade einmal 2.584 potenziell geeignete Kandidaten übrig, aus denen die 1.500 Kommissaranwärter rekrutiert werden mussten. „Eine wirkliche Bestenauslese findet damit faktisch nicht mehr statt. So können wir den Kampf um die besten Köpfe für die Polizei nicht gewinnen!“ Das erklärt der Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im Unterausschuss Personal und ehemalige Kriminalhauptkommmissar, Werner Lohn, zu einem von ihm angeforderten Bericht des NRW-Innenministeriums.

Lohn: „Angesichts dieser besorgniserregenden Entwicklung wird es höchste Zeit, dass auch Kandidaten mit einem guten Realschulabschluss wieder eine Ausbildungsperspektive bei der Polizei erhalten. Die CDU-Fraktion fordert die rot-grüne Landesregierung mit Nachdruck auf, umgehend für eine Verbreiterung der Zugangsmöglichkeiten zur Fachhochschulausbildung bei der Polizei zu sorgen. Entsprechende Modelle werden in anderen Bundesländern bereits seit Jahren mit Erfolg praktiziert. Davon hat sich eine Delegation des Innenausschusses jüngst im Rahmen einer Informationsfahrt nach Rheinland-Pfalz persönlich überzeugt.“

Lohn hofft, dass nun auch SPD-Innenminister Jäger "endlich erkennt, dass er umdenken muss und dass peinliche Werbevideos, die in 2013 für Spott und Häme gesorgt haben, wohl kontraproduktiv waren".