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CDU-Initiative „Wir wollen den Arzt vor Ort“

CDU-Initiative „Wir wollen den Arzt vor Ort“
18.06.2013
 
Karl-Josef Laumann bei der Pressekonferenz

Die CDU-Landtagsfraktion setzt sich mit der Initiative „Wir wollen den Arzt vor Ort“ dafür ein, dass die ortsnahe, allgemeinmedizinische Versorgung in Nordrhein-Westfalen zukünftig besser und umfassender sichergestellt ist. Aufgrund des demografischen Wandels ist der drohende Ärztemangel eines der drängendsten Probleme in unserem Land. Die medizinische Versorgung im ländlichen Bereich wird immer arbeitsintensiver und stellt in den nächsten Jahren große Herausforderungen an uns.

Die CDU-Fraktion hat das Thema mit ihrem Antrag „Hausärztliche Versorgung in allen Landesteilen sicherstellen“ (Drs. 16/3232 hier abrufbar) auf die landespolitische Agenda gesetzt.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende, Karl-Josef Laumann, sieht insbesondere im ländlichen Raum die wichtige hausärztliche Versorgung gefährdet: „Es ist wichtig, gerade für junge Ärztinnen und Ärzte die Arbeit in ländlichen Regionen attraktiv und wirtschaftlich zu halten. Rot-Grün ist aufgefordert, dafür Anreize zu schaffen. Der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ muss Geltung bekommen. Derzeit fehlen in den Krankenhäusern rund 1.000 bis 1.200 Ärzte. Außerdem wird  sich die Zahl der Hausärzte bis 2015 um ca. 2250 reduzieren. Schon heute gibt es bereits 69 Gemeinden in Nordrhein-Westfalen, in denen eine Gefährdung der hausärztlichen Versorgung droht. Zum Teil müssen lange Wege zurückgelegt werden, um die nächste Praxis zu erreichen. Das ist besonders für ältere Patienten ein Problem.“

Die rot-grüne Landesregierung und insbesondere die Gesundheitsministerin Steffens seien bisher untätig gewesen. „Wir müssen frühzeitig und gemeinsam mit allen Akteuren Konzepte entwickeln, um die gute ärztliche Versorgung auch weiterhin gewährleisten zu können“, sagt Laumann. Die rot-grüne Landesregierung sei in der Pflicht, die flächendeckende Hausärzte-Versorgung zu gewährleisten – speziell im ländlichen Raum, aber auch in unterversorgten Ballungsräumen.

Das Problem des Ärztemangels sei bereits an den Universitäten gegenwärtig: „Es liegt nicht am fehlenden Interesse der jungen Menschen am Medizinstudium. Es stehen einfach nicht genügend Studienplätze in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung. Das muss geändert werden“, kritisiert Laumann. 

Derzeit studieren in NRW rund 17.300 junge Menschen an acht medizinischen Fakultäten; zum Wintersemester 2012/2013 haben 1.879 junge Menschen in NRW mit dem Medizinstudium begonnen (davon 1.206 Studentinnen). Das sind eindeutig zu wenig Studierendenplätze.

Die rot-grüne Landesregierung sei aufgefordert, in Zielvereinbarungen mit den Universitäten auf eine Reform des Studiengangs Humanmedizin hinzuwirken. Das Ziel müsse sein, den Schwerpunkt Allgemeinmedizin stärker zu gewichten. Diesem Ziel diene auch die Einrichtung weiterer ordentlicher Professuren für Allgemeinmedizin mit entsprechenden Lehrstühlen an den medizinischen Fakultäten in Nordrhein-Westfalen. „Wer mehr Hausärzte will, der muss mehr Studienplätze schaffen“, so Laumann.

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