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Frau Löhrmanns Zahlenfixiertheit schafft Inklusionsverlierer

Frau Löhrmanns Zahlenfixiertheit schafft Inklusionsverlierer
18.05.2015 | Klaus Kaiser zur VBE-Lehrerumfrage zur schulischen Inklusion:
 

Zu der heutigen Vorstellung der vom Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Lehrerbefragung zur schulischen Inklusion in Nordrhein-Westfalen erklärt der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Klaus Kaiser:

"Bei der gesamten Inklusionsdebatte ging es nie um das Ob, sondern um das Wie. Als CDU haben wir immer gemahnt: Gründlichkeit muss vor Schnelligkeit gehen. Dass wir damit richtig liegen, zeigen die Ergebnisse der vom VBE in Auftrag gegebenen Forsa-Lehrerbefragung. Am Ende des Tages ist niemandem geholfen, wenn Lehrerinnen und Lehrer auf die Herausforderungen des inklusiven Unterrichts nicht durch entsprechende Aus- und Fortbildung vernünftig vorbereitet werden. Und das ist leider immer noch der Fall, wie die Forsa-Umfrage verdeutlicht. Der Qualität kommt bei der Fixierung der Schulministerin auf reine Zahlen deutlich zu kurz. Frau Löhrmann misst den Erfolg von Inklusion an der wachsenden Zahl von inklusiv unterrichteten Kindern. Das ist zu kurz gesprungen.

Die von Frau Löhrmann und Frau Kraft gerne ins Feld geführten Beispiele von der blinden Schülerin oder dem Rollstuhlfahrer zeigen, dass sie die wahren Probleme bei der Inklusion bis heute nicht erkannt haben oder nicht erkennen wollen. Barrierefreiheit und die damit verbundenen baulichen Probleme stellen nicht das Kernproblem dar. Vielmehr geht es um die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen, inklusiven Unterrichtung von emotional und geistig behinderten Schülerinnen und Schülern an Regelschulen.

Durch eine vorrangig zahlenorientierte Inklusion mit der Brechstange sind Inklusionsverlierer vorprogrammiert. Wir wollen, dass schulische Inklusion eine Erfolgsgeschichte wird. Dazu gehören verbindliche Qualitätsstandards. Es ist bezeichnend, dass die Landesregierung diese bis heute strikt ablehnt."