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Vom "Köttelbecken" zur Hochleistungskläranlage

Über 40 Stufen einer Bautreppe führten in die Tiefe, dann standen die Christdemokraten in dem riesigen Rückhaltbecken, weit überragt von den fast zehn Meter hohen Spundwänden. 60 Millionen Euro verbauen Emschergenossenschaft und Lippeverband nur an diesem neun Kilometer langen Bauabschnitt hier im Kreis Recklinghausen. Ziel der Maßnahme ist es, die Abwässer unter die Erde zu führen. Wie in vielen Teilen des Ruhrgebietes werden die Abwässer heute noch in offene Kanäle geleitet - mit allen umweltproblematischen Folgen. "Köttelbecken" nennen die Menschen hier im Ruhrgebiet solche offenen Kanäle, die der Emscherverband nach und nach in einer gewaltigen finanziellen Anstrengung verbauen wird.

Wie am Wetterschacht in Recklinghausen. Dort zeigten sich die umweltpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktionen sowie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion beeindruckt von den Dimensionen des Vorhabens. Eingeladen zu der zweitägigen Tagung hatte sie der umweltpolitische Sprecher der CDU im Düsseldorfer Landtag, Friedhelm Ortgies (Foto vorne). "Wir treffen uns zweimal im Jahr zum Erfahrungsaustausch, aber auch, um voneinander zu lernen. Denn eine dichte Vernetzung wird immer wichtiger, erklärt der ostwestfälische CDU-Landtagsabgeordnete. Darüber hinaus gebe es oft dieselben Problemlagen etwa in der Lebensmittelkontrolle wie im Hochwasserschutz oder in der Abwasserentsorgung. So stand in diesem Jahr das Thema "Wasser" auf der Tagesordnung der  umweltpolitischen Sprecher der CDU-Landtagsfraktionen.

Neben der Kanalbaustelle in Recklinghausen und der Präsentation des Gesamtprojektes Emscherumbau auf dem Gelände der Kläranlage Bottrop" standen die Kiesgewinnung am Niederrhein, der Hochwasser- und Naturschutz sowie die "Renaturierung Untere Havel" durch den Naturschutzbund Deutschland (NABU) auf der Tagesordnung. Die aktuelle Tagespolitik stand in einer Diskussion mit Alexander Schink, dem Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen auf dem Programm.

Mit einer Resolution zu "Umweltschutz und Wasser" traten die christdemokratischen Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie ihre wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wieder die Reise nach Hause an. Darin sprechen sich die Christdemokraten für eine Gleichrangigkeit der Zielsetzungen des Umwelt-, Natur-, Klima- und Artenschutzes mit den Zielsetzungen einer positiven wirtschaftlichen Entwicklung aus.  "Ich freue mich, dass wir uns gemeinsam auf Leitlinien zu Wasser und Umweltschutz verständigen konnten", erklärte Friedhelm Ortgies zum Abschluss der Sprechertagung. "Denn je geeinter wir die Belange des Umweltschutzes in den Landesparlamenten formulieren, desto wirkungsmächtiger wird unser Anliegen."