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Jägers pubertäre Trotzreaktion ist Kriegserklärung an die gesamte Bundesliga

Jägers pubertäre Trotzreaktion ist Kriegserklärung an die gesamte Bundesliga
13.09.2013 | Peter Biesenbach zum Polizei-Boykott auf Schalke:
 

Als „völlig unverhältnismäßig“ hat der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Peter Biesenbach die Ankündigung von NRW-Innenminister Jäger kritisiert, bei Heimspielen des FC Schalke 04 künftig keine Polizei mehr auf dem gesamten Stadiongelände einsetzen zu wollen. „Der Innenminister wird bei Twitter zu Recht als »beleidigte Jägerwurst« bezeichnet. Die nordrhein-westfälische Polizei ist nicht die Privatarmee von Herrn Jäger. Er darf sie nicht nach Gutsherrenart führen. Seine pubertäre Trotzreaktion ist eines verantwortungsbewussten Dienstherrn nicht würdig. Der Schnellschuss ist eine Kriegserklärung an die gesamte Bundesliga. Eine Entscheidung von derart großer Tragweite darf nicht aus der Hüfte geschossen werden. Zudem spielt er fahrlässig mit der Gesundheit und der Sicherheit der Fußballfans.“

Biesenbach: „Herrn Jägers unausgegorene Pläne treffen ja nicht nur Schalke 04, sondern auch alle anderen Clubs, die im Laufe der Saison in Gelsenkirchen antreten werden. Auch deren Fans, werden beim Besuch der Schalker Arena künftig mit Sicherheitsentzug durch NRW-Innenminister Jäger bestraft.“ Der CDU-Innenexperte zeigte sich offen für Diskussionen über ein Gesamtkonzept zur Optimierung der Sicherheit in Bundesligastadien. „Diese Diskussion darf nicht dadurch erschwert werden, dass Herr Jäger die Vereine schon vorher vor vollendete Tatsachen stellt. Sie darf erst Recht nicht durch Vorfestlegungen abgewürgt werden“, erklärte Biesenbach.

In diesem Zusammenhang wies der CDU-Fraktionsvize darauf hin, dass für Schalke 04 bereits in den nächsten Wochen Heimspiele gegen die Erzrivalen Bayern München (21.09.) und Borussia Dortmund (26.10.) auf dem Programm stünden. Zudem treffe Schalke im nächsten Monat zu Hause auf den englischen Club FC Chelsea. Biesenbach: „Diese Risikospiele dürfen nicht ohne die Polizei über die Bühne gehen. Falls es dort zu brenzligen Situationen kommen sollte, weil sich die Polizei nicht auf dem Stadiongelände aufhalten durfte, ist Herr Jäger dafür verantwortlich.“