CDU NRW Logo

Aktuelle Grösse: 100%

„Kein Kind zurücklassen“ in Nordrhein-Westfalen in weiter Ferne

„Kein Kind zurücklassen“ in Nordrhein-Westfalen in weiter Ferne
13.03.2015 | Bernhard Tenhumberg zur aktuellen Bertelsmann-Studie zur Kinderarmut:
 

Eine aktuelle Studie der Bertelsmann-Stiftung kommt zu dem Ergebnis, dass das Aufwachsen in Armut deutliche Risiken für die Entwicklung von Kindern birgt. Dazu erklärt der familienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Bernhard Tenhumberg:

„Die Ergebnisse der Studie sind besorgniserregend, aber auch nicht überraschend: Während bundesweit jedes sechste Kind unter drei Jahren in Armut aufwächst, gilt dies in Nordrhein-Westfalen für jedes fünfte Kind. Diese traurige Faktenlage zeigt vor allem, dass das Bildungsangebot bei armen Kindern kaum ankommt. Nur wenige gehen früh zur Kita, treiben Sport im Verein oder genießen musische Bildung. Die rot-grüne Landesregierung bekommt das Problem nicht in den Griff. Vom Ziel „Kein Kind zurücklassen“ ist sie nach wie vor meilenweit entfernt.

Wir müssen den Hinweis der Studie sehr ernst nehmen, dass ein Kitabesuch kein Allheilmittel ist, um negative Folgen in der Entwicklung von Kindern zu verhindern. Vielmehr braucht es den Einsatz von funktionierenden Präventionsketten. Diese können jedoch nur bei einer flächendeckenden Umsetzung wirken. Hier muss die Landesregierung dringend ihre Hausaufgaben machen. Die Initiierung eines Modellprojekts mit einer Beteiligung von 18 Kommunen darf keineswegs das Ende der Fahnenstange sein.

Nicht nachvollziehbar ist der rot-grüne Ausbaustopp von Familienzentren. Während die Studie deutlich macht, dass sich eine besondere Förderung positiv auf die Entwicklung von Kindern auswirkt und arme Kinder in Familienzentren deutlich bessere Sprachkompetenzen haben, tut Ministerpräsidentin Kraft nichts, um die Fehlentscheidung ihrer Ministerin zu korrigieren. Die Ausbauplanungen aller Kommunen gingen zu Zeiten der CDU-geführten Landesregierung stets von landesweit 3.000 Familienzentren aus, damit möglichst viele Familien mit Unterstützungsbedarf von diesem äußerst niederschwelligem Angebot profitieren können. Derzeit fehlen aber immer noch 750 Familienzentren bis zur ursprünglichen Zielmarke.“