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Kinder brauchen Zeit, die Erzieherinnen oft nicht haben

Kinder brauchen Zeit, die Erzieherinnen oft nicht haben
02.06.2015 | Bernhard Tenhumberg zur Entlastung von Erzieherinnen und Erziehern:
 

Heute haben vor dem Düsseldorfer Landtag tausende Erzieherinnen und Erzieher unter anderem gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen demonstriert. Die CDU-Landtagsfraktion befürwortet eine Stärkung und Entlastung der Erzieherinnen, um damit mehr Zeit für die wichtige Arbeit mit den Kindern zu haben. Dazu erklärt der kinder- und familienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Bernhard Tenhumberg:

„Längst ist klar, dass Erzieherinnen und Erzieher ein zunehmend komplexes Feld zu bewältigen haben. Kinder mit Zuwanderungsgeschichte, Inklusionsarbeit, die Betreuung Unterdreijähriger, Bildungspläne, Kooperationen mit den Grundschulen, alltagsintegrierte Sprachförderung, soziales Verhalten und eine sehr intensive Elternarbeit. Das sind nur einige Themen, die den Kita-Alltag inzwischen stark bestimmen. Wir müssen die Forderungen der Erzieherinnen ernst nehmen und hinterfragen, ob und in wie weit die existierenden Rahmenbedingungen im Tätigkeitsbereich der Kindertagesbetreuung noch ausreichend sind, um den heutigen Erwartungen und Anforderungen gerecht zu werden.

Insbesondere die zweite Reform des Kinderbildungsgesetzes (KiBiz) aus dem Jahr 2014 hat anstelle einer besseren Betreuungsqualität ein spürbares Mehr bei der Arbeitsbelastung verursacht. Die Erklärung hierfür liegt auf der Hand: Zum einen hat die von Beginn an gesetzlich festgeschriebene Überprüfung des KiBiz bis heute nicht stattgefunden; zum anderen ist mit den KiBiz-Änderungen ein Mehraufwand festgeschrieben worden, ohne dafür Sorge zu tragen, diesen finanziell ausreichend zu untermauern.

Aktuell scheint die Grenze der Belastbarkeit an vielen Fronten überschritten: Träger, Kommunen und das Personal in den Einrichtungen berichten über einen enormen Dokumentationsaufwand. Das pädagogische Personal ist überfrachtet und kann sich somit nicht immer in der erforderlichen Art und Weise ihrer Hauptbeschäftigung widmen – nämlich der Arbeit mit den Kindern. Hier muss dringend nachgebessert werden.“