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Landesregierung hat Ansehen als Kulturland fahrlässig verspielt

Landesregierung hat Ansehen als Kulturland fahrlässig verspielt
24.02.2015 | Thomas Sternberg zu Kunst im Landesbesitz:
 
Ausschnitt aus dem Werk "Interferenzen" von Günther Uecker im Landtag

Im Vorgang der heutigen Anhörung im Kulturausschuss zum Thema "Kunst im Landesbesitz" erklärt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Thomas Sternberg:

„Nordrhein-Westfalen war ein Vorreiter in Sachen Förderung von Künstlerinnen und Künstlern – ich betone: war! So kaufte die ehemalige Förderbank WestLB über Jahre hinweg Kunstwerke zur Unterstützung des kulturellen Lebens in unserem Land. Das war vorbildlich auch für andere Länder. Dieses Ansehen hat die Landesregierung unter Ministerpräsidentin Kraft fahrlässig verspielt.

Das öffentliche Interesse am Umgang mit Kunst im Landesbesitz ist enorm, ganz Deutschland schaut nach Nordrhein-Westfalen. Und diese Landesregierung, allen voran der Finanzminister, schaut kulturblind und ohne jegliches Kunstverständnis allein aufs Geld. Kulturpolitisches Ansehen und Renommee spielen für das Kabinett Kraft keine Rolle. Verhökern und Verschachern scheinen angesagt. Der peinliche Umgang mit der Stradivari des weltbekannten Geigers Franz Peter Zimmermanns ist nur ein weiteres Beispiel für dieses unwürdige Schauspiel.

Aus Sicht der CDU ist es nun Aufgabe der Landesregierung, alle Kunstwerke im Besitz der öffentlichen Hand erst einmal zu registrieren. In vielen Fällen wissen wir gar nicht, wo im Land welche Kunstwerke vorgehalten werden. Wir erwarten, dass die Landesregierung endlich ihrem verfassungsmäßigen Auftrag zum Schutz und Erhalt der Kunst in Nordrhein-Westfalen nachkommt.“