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Leitentscheidung G9 – Wir können starten.

Leitentscheidung G9 – Wir können starten.
02.05.2018 | Frank Rock zur Sachverständigenanhörung im Ausschuss für Schule und Bildung zu G8/G9
 
Frank Rock zur Sachverständigenanhörung im Ausschuss für Schule und Bildung zu G8/G9

Heute findet im Landtag Nordrhein-Westfalen die Anhörung zum „Gesetz zur Neuregelung der Dauer der Bildungsgänge im Gymnasium“ statt. Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Frank Rock:

„Wir können loslegen. Die heutige Sachverständigenanhörung im Ausschuss für Schule und Bildung hat ergeben, dass der Umsetzung der Leitentscheidung zu G9 keine gravierenden Hindernisse mehr im Wege stehen.

Die bisher angehörten Experten und Verbände befürworten den Entwurf der NRW-Koalition. Ab dem Schuljahr 2019/2020 können die Gymnasien entscheiden, ob sie das Abitur nach acht oder gemäß der Leitentscheidung nach neun Jahren anbieten wollen. Der kürzere Bildungsgang kann von der Schulkonferenz festgelegt werden. Dieser Weg ist der richtige. Das hat die Anhörung heute gezeigt. Denn die Entscheidung durch die Schulkonferenz schränkt die kommunale Selbstverwaltung nach Auffassung der angehörten Kommunalverfassungsrechtler nicht ein und ermöglicht, vor Ort gut funktionierende G8-Gymnasien fortzuführen.

Es ist schon ein Stück aus dem politischen Tollhaus, dass mit der SPD-Fraktion nun gerade diejenigen, die sich vehement für die Rückkehr zu G9 aussprachen, zu den größten Bedenkenträgern werden, wenn es um die Umsetzung geht.

Dass Schulen gemeinsam mit Eltern und Schülern entscheiden sollen, wünscht sich laut einer im Februar 2018 durchgeführten DIMAP-Studie im Auftrag der CDU-Landtagsfraktion eine Mehrheit in Nordrhein-Westfalen. Demnach unterstützen rund 70 Prozent der Menschen genau diese Vorgehensweise. Außerdem zeigt die Studie den Wunsch in der Bevölkerung nach mehr Zeit auf dem Weg zum Abitur: 80 Prozent der Befragten sprechen sich für G9 aus. 18 Prozent wollen das Abitur nach acht Jahren beibehalten.

Mit dem Gesetzentwurf ermöglicht die Landesregierung die im Koalitionsvertrag versprochene und durch die Umfrage bestätigte Wahlfreiheit. Zudem stärken wir die Gymnasien. Sie sind die beliebteste Schulform in unserem Land. Jetzt können sich die Schulen wieder um die Qualität in der Bildung kümmern. Das entspricht dem festen Grundsatz der CDU, jedem Kind nach seinen Fähigkeiten individuelle Aufstiegschancen zu ermöglichen.“