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Lokale Identität stärken!

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20.12.2017 | Bernhard Hoppe-Biermeyer zur Debatte über die zweisprachige Bezeichnung auf Ortstafeln
 
Bernhard Hoppe-Biermeyer zur Debatte über die zweisprachige Bezeichnung auf Ortstafeln

Zur Debatte über die zweisprachige Bezeichnung auf Ortstafeln in Nordrhein-Westfalen erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Bernhard Hoppe-Biermeyer:

„Die Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben in Zukunft die Möglichkeit, zweisprachige Ortsbezeichnungen auf ihre Ortseingangstafeln zu drucken. So kann der amtliche, hochdeutsche Ortsname um die entsprechende niederdeutsche Bezeichnung erweitert werden. Das hat der Landtag heute beschlossen.

Für viele Menschen vor allem in Westfalen-Lippe, aber auch in Teilen des Niederrheins und des Ruhrgebiets, ist Niederdeutsch Mutter- oder Zweitsprache. Das Niederdeutsche ist damit ein wahrhaftiges Kulturgut und teilweise gelebte Alltagsrealität. So hat eine Umfrage des Institutes für Niederdeutsche Sprache e.V. in Bremen ergeben, dass in den Bezirken Münster und Detmold 12 Prozent der Menschen Plattdeutsch gut oder sehr gut sprechen. Sehr gut bis mäßig verstanden wird diese Sprache in jenen Regionen unseres Landes von rund 72 Prozent. Das Niederdeutsche lebt also weiter, vermittelt den Menschen regionale Identität und ein Gefühl von Heimat – künftig auch auf Ortstafeln.“

Hintergrund:

Der niederdeutsche Sprachraum erstreckt sich über acht Bundesländer. Man geht von etwa 8 Millionen Menschen aus, die diesen regionalen Dialekt beherrschen. In Sachsen, Brandenburg, Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen besteht bereits die Möglichkeit, Ortsschilder zweisprachig zu gestalten. Entsprechende Schilder (Hochdeutsch/Sorbisch bzw. Hochdeutsch/Plattdeutsch) sind dort Sympathieträger und sorgen für eine stärkere Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit ihrem Ort und der heimischen Regionalsprache. Allein in Niedersachsen haben bereits über sechzig Orte Gebrauch von dieser Möglichkeit gemacht.