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Antragsfrist endet – Anspruch bis zum Ende des Jahres geltend machen

Antragsfrist endet – Anspruch bis zum Ende des Jahres geltend machen
07.11.2017 | Rüdiger Scholz zur Entschädigung für zivile deutsche Zwangsarbeiter:
 

Ehemalige zivile deutsche Zwangsarbeiter können beim Bundesverwaltungsamt nur noch bis zum 31. Dezember 2017 eine Entschädigung beantragen. Sie wurde von der Bundesregierung im Jahr 2015 beschlossen und beträgt einmalig 2.500 Euro. Daran erinnert der Beauftragte für Vertriebene, Aussiedler und deutsche Minderheiten der CDU-Landtagsfraktion, Rüdiger Scholz:

„Bisher sind mehr als 30.000 Anträge beim Bundesverwaltungsamt eingegangen. Aufgrund des hohen Alters der meisten Antragsberechtigten ist das eine enorm hohe Zahl. Zumeist waren, die heute noch lebenden Betroffenen, zum Zeitpunkt der Zwangsarbeit noch Kinder und Jugendliche. Der Antrag ist nicht nur ein finanzieller Ausgleich, sondern vor allem eine gesellschaftliche Anerkennung des Leidens während dieser Zeit. Deswegen ist es uns als Fraktion ein wichtiges Anliegen, dass auch alle Antragsberechtigten ihren Anspruch bis zum Ende des Jahres geltend machen. Der 31. Dezember 2017 ist eine sogenannte Ausschlussfrist. Das heißt, dass die Anträge bis einschließlich Silvester beim Bundesverwaltungsamt eingegangen sein müssen.“

Wir wollen nicht nur die Antragsberechtigten auffordern, ihren Anspruch geltend zu machen, sondern auch die Verbände dazu aufrufen auf diese Möglichkeit hinzuweisen. Für Antragsteller hat das Bundesverwaltungsamt unter der Telefonnummer 0228-993 589 800 ein Servicetelefon eingerichtet. Unter www.bva.bund.de/zwangsarbeiter können außerdem im Internet die Unterlagen heruntergeladen werden.

Hintergrund:

Antragsberechtigt sind alle Personen, die im Zweiten Weltkrieg und danach bis zum 01.04.1956 als Zivilpersonen aufgrund ihrer deutschen Staatsangehörigkeit oder Volkszugehörigkeit kriegs- oder kriegsfolgebedingt zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden. Antragsberechtigt sind auch Erben der ehemaligen Zwangsarbeiter, die nach dem Beschluss des Haushaltsgesetzes durch den Bundestag am 27. November 2015 verstorben sind.