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Notrufmöglichkeiten für gehörlose und gebärdende Bürgerinnen und Bürger müssen verbessert werden

Notrufmöglichkeiten für gehörlose und gebärdende Bürgerinnen und Bürger müssen verbessert werden
15.12.2015 | Oskar Burkert zu Notrufen per App oder SMS:
 

Mit einer kleinen Anfrage hat der Pflegebeauftragte der CDU-Landtagsfraktion Oskar Burkert die Landesregierung zu den Notrufmöglichkeiten für gehörlose beziehungsweise gebärdende Bürgerinnen und Bürger befragt. Bereits 2011 hatte der CDU-Abgeordnete Josef Rickfelder die Landesregierung angemahnt, die unzureichenden Möglichkeiten für gehörlose und nicht lautsprachlich kommunizierende Menschen, einen Notruf zu Polizei oder Rettungsdienst absetzen zu können, in den Blick zu nehmen. Dazu erklärt Oskar Burkert:

„In der Antwort der Landesregierung wird deutlich, dass sich seit 2011 nicht viel getan hat. Auch mit dem für 2012 angekündigten Austausch der Technik ist die Möglichkeit per SMS Hilfe zu rufen bislang nicht umgesetzt worden. Auch die Einführung einer Notruf-App ist bisher nicht erfolgt. Bis heute sind gehörlose Menschen drauf angewiesen einen Notruf per Fax abzusetzen – nicht einmal dafür gibt es in Nordrhein-Westfalen eine einheitliche Nummer.

Die Landesregierung muss hier dringend handeln und sich für eine Verkürzung der Notrufkette einsetzen. Es kann nicht sein, dass seit 2011 auf diesem Gebiet immer wieder Ankündigungen gemacht werden und am Ende keine Umsetzung erfolgt. Die Landesregierung ist hier in der Pflicht, zusammen mit den Telekommunikationsanbietern schnell praktikable Lösungen für gehörlose und gebärdende Bürgerinnen und Bürger anzubieten.“

Im Anhang finden Sie die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage.

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