
Sehr geehrter Herr Präsident/Frau Präsidentin,
sehr geehrte Damen und Herren,
jetzt stehe unter anderen noch ich zwischen Ihnen und der Sommerpause, aber wir sollten uns die Zeit nehmen und noch etwas Gutes auf den Weg bringen.
Die Hochschule für Finanzen NRW mit Ihrem Hauptsitz im Schloss Nordkirchen zwei weiteren Standorten hat in diesem Jahr ihr 75-jähriges Bestehen gefeiert und in dieser Zeit über 43.000 Steuerprofis ausgebildet. Eine Zahl, auf die wir als Land und Parlament gemeinsam stolz blicken können.
Nachdem die digitale Transformation, einhergehend mit einer umfassenden besseren technischen Ausstattung und der Fortentwicklung der digitalen Lehre schon in vollem Gange ist, möchten wir mit unserem Antrag noch einen Schritt weiter gehen:
Wir wollen der Ausbildung der künftigen Finanzbeamten für NRW an der Hochschule für Finanzen auch eine internationale Perspektive geben.
Auslandsaufenthalte sind für Studierende an deutschen Hochschulen und Universitäten bereits an der Tagesordnung und vielfach fester Bestandteil des Studiums.
Dieser Weg blieb unseren Studierenden an der Hochschule für Finanzen bislang verwehrt.
Wir sind überzeugt davon, dass Auslandsaufenthalte auch für sie den fachlichen und persönlichen Horizont erweitern können. Sie fördern das Verständnis für unterschiedliche Steuer- und Verwaltungssysteme und Arbeitskulturen und tragen dazu bei, unseren Fachkräfte-Nachwuchs offener, selbstbewusster und auch effizienter im Denken und Arbeiten auszubilden.
In einer zunehmend global vernetzten Welt mit wachsenden Steuerkooperationen und internationaler Finanztätigkeit wird genau das gebraucht. Fragen wie internationale Verrechnungspreise, Informationsaustausch oder Doppelbesteuerung liegen immerhin längst auch auf den Schreibtischen unserer Finanzbeamten in Nordrhein-Westfalen.
Gleichzeitig können wir damit auch die Attraktivität des dualen Finanzstudiums weiter steigern und in Zeiten von Fachkräftemangel weitere Interessenten für die Branche gewinnen.
Durch die bestehende Struktur des Studiums mit den integrierten Praxisphasen, sind die Zeitfenster für Auslandsaufenthalte bereits erkennbar und das ganz ohne Verlängerung der Studiendauer.
Die Hürden liegen derzeit im Bundesrecht. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf, sich auf Bundesebene für eine einheitliche Regelung einzusetzen und gemeinsam mit anderen Ländern den Austausch dazu anzuregen. Nordrhein-Westfalen kann und sollte hier eine Vorreiterrolle übernehmen.
Ich bitte um Ihre Zustimmung zu unserem Antrag und darf Sie mit diesem wunderbaren Vorhaben und einer tollen Perspektive für unsere Studierenden an der Hochschule für Finanzen als letzter Redner der CDU-Fraktion für dieses Plenum in die Sommerpause verabschieden.
Ich wünsche allen eine gute Erholung und freue mich auf die Fortsetzung der Arbeit mit Ihnen allen nach den Ferien.
Vielen Dank!
Empfehlen Sie uns!