„Alle Kinder sollen gut vorbereitet in die Schule starten können“

13.01.2026

Nordrhein-Westfalen fördert in Zukunft gezielt die Sprachkompetenz von Kindern im Jahr vor ihrer Einschulung und führt dazu landesweit verpflichtende ABC-Klassen ein. Die Pläne haben Ministerpräsident Hendrik Wüst und Schulministerin Dorothee Feller am heutigen Dienstag vorgestellt. Dazu erklären die schulpolitischen Sprecherinnen der Landtagsfraktionen von CDU und Grünen, Claudia Schlottmann (CDU) und Lena Zingsheim-Zobel (Grüne):

Claudia Schlottmann: „Wir freuen uns über das neue Konzept für schulische Vorkurse. Das Ziel ist klar: Kinder mit großem Sprachförderbedarf sollen frühzeitig Unterstützung bekommen – damit sie gut vorbereitet und selbstbewusst in die Schule starten können. Die verpflichtenden ABC-Klassen setzen genau dort an, wo Hilfe gebraucht wird. Durch eine frühere Schulanmeldung kann die Förderung rechtzeitig beginnen, lange bevor der reguläre Unterricht startet. Die ersten Kurse sind ab dem Schuljahr 2028/29 geplant. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass Kommunen nicht allein gelassen werden: Wir bekennen uns zum Konnexitätsprinzip – das heißt, das Land trägt die Kosten der Kommunen für zusätzliche Räume, Materialien und Fahrtkosten. Denn jedes Kind soll die Chance haben, mit guten Voraussetzungen in die Schulzeit zu starten – egal, wo es aufwächst."

Lena Zingsheim-Zobel: „Die ABC-Klassen sind ein weiterer wichtiger Baustein, um mehr Chancengerechtigkeit in das nordrhein-westfälische Bildungssystem zu bringen. Indem wir gezielt die Förderung vor Schulbeginn ausbauen, erhöhen wir die Möglichkeit vieler Schülerinnen und Schüler, gut in die Schule zu starten.
Gerade mit Blick auf die sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, mit denen Kinder in die Schule kommen, ist das ein immenser bildungspolitischer Vorstoß. Wir geben damit das klare Signal: Wir wollen früher ansetzen, damit sich Ungerechtigkeiten nicht verfestigen.
Entscheidend ist, dass die vorschulischen Sprachangebote in enger Zusammenarbeit zwischen Schule und Kita ausgestaltet werden. Im engen Schulterschluss aller Beteiligten, können wir so vielen Kindern in NRW bessere Startmöglichkeiten geben.“