Anrede
Allerdings steht die Polizei in Nordrhein Westfalen vor tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen.
Die Landesregierung hat ihre Personalplanung für die nordrhein-westfälische Polizei in den vergangenen Jahren auf das Ziel von jährlich 3.000 Neueinstellungen von Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärtern ausgerichtet. Für das Einstellungsjahr 2026 wurde dieses Ziel jedoch deutlich unterschritten; nach Angaben der Landesregierung beginnen in diesem Jahr lediglich rund 2.600 Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter ihre Ausbildung bei der nordrhein-westfälischen Polizei.
Die Ausbildungskapazitäten an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein Westfalen (HSPV), beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP) sowie in den Ausbildungsbehörden sind mit den in der Vergangenheit gestiegenen Einstellungszahlen nicht ausreichend mitgewachsen.
Eine qualitativ hochwertige polizeiliche Aus- und Fortbildung setzt ausreichende Lehrkapazitäten, gute Betreuungsrelationen und attraktive Rahmenbedingungen für die an Ausbildung und Fortbildung beteiligten Beschäftigten voraus.
Die Entscheidung der Landesregierung, im Jahr 2026 weniger Kommissaranwärterinnen und Kommissaranwärter einzustellen, darf deshalb nicht dazu führen, notwendige Investitionen in die Ausbildungs- und Studienkapazitäten zurückzustellen.
Gleichzeitig bleibt die ganzheitliche Ausbildung eine wesentliche Grundlage einer einheitlich handlungsfähigen Polizei. Vor diesem Hintergrund gewinnt die gezielte Ergänzung der Ausbildung durch Spezialisierungs- und Fortbildungsmöglichkeiten an Bedeutung.
In zentralen Bereichen besteht weiterhin erheblicher Handlungsbedarf, etwa bei der Arbeitszeitgestaltung, der Vergütung von Mehrarbeit und den Entwicklungsmöglichkeiten im Dienst. So leisten Beamtinnen und Beamte in Nordrhein Westfalen nach wie vor eine höhere regelmäßige Arbeitszeit als vergleichbare Beschäftigte.
• langfristige Personal- und Ausbildungsstrategie
• Aus- und Fortbildungsstrukturen stärken
• Rahmenbedingungen Polizeiausbildung durch bessere fachliche Betreuung, kleinere Ausbildungseinheiten sowie zusätzliche Tutorien so weiterzuentwickeln, dass Ausbildungsabbrüche und Durchfallquoten verringert werden
• spezifisch für Tätigkeiten in der Aus- und Fortbildung ein verbindliches Personalentwicklungskonzept zu entwickeln
• der Aus- und Fortbildung gezielt zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten in verschiedenen Einsatzbereichen zu schaffen, ohne ganzheitliche Ausbildung aufzugeben
• Zugang für qualifizierte Seiteneinsteiger
• Lehrzulagenverordnung grundlegend zu modernisieren
• Arbeitsbedingungen für Polizistinnen und Polizisten nachhaltig zu verbessern
• die Polizei umfassend mit moderner Technik und leistungsfähiger IT Infrastruktur auszustatten
Nicht in der Lage zu fokussieren!
Nicht in der Lage klare Prioritäten zu setzen!
Vom allem ein bisschen und nichts vernünftig!

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