Henning Rehbaum zum Werkstattgespräch Fachkräftesicherung:

20.06.2018
Fachkräftesicherung: Wirtschaft und Politik sind gefordert!

Am gestrigen Abend fand das Werkstattgespräch zum Thema „Fachkräfte sichern – Weichen für eine nachhaltige Wachstumsdynamik stellen“ in der CDU-Landtagsfraktion statt. Auf Einladung des Fraktionsvorsitzenden Bodo Löttgen und der wirtschaftspolitischen und  arbeitsmarktpolitischen  Sprecher, Henning Rehbaum und Peter Preuß, diskutierten  Gäste aus Wirtschaftsverbänden, Industrie und Handwerk mit Experten, Praktikern und Landtagsabgeordneten die drängenden Fragen der Fachkräftesicherung. Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der Fraktion Henning Rehbaum: 

„Motivierte, qualifizierte und genügend Fachkräfte und Auszubildende sind Grundvoraussetzung für eine starke Wirtschaft und ein funktionierendes Gemeinwesen. Die Fachkräfteversorgung sicherzustellen ist damit auch volkswirtschaftliche Notwendigkeit und eine Querschnittsaufgabe von Wirtschafts- Bildungs-, Arbeitsmarkt- und Gesellschaftspolitik. Das ist ein wichtiges Ergebnis unseres Werkstattgesprächs. Ich freue mich, dass wir gemeinsam mit unseren Gästen über die verschiedensten Weichenstellungen sprechen konnten, die nötig sind, dem Fachkräftemangel hier in Nordrhein-Westfalen entgegen zu wirken.

Die Impulse und eine rege Diskussion haben bestätigt, dass wir Fachkräfte über die berufliche Weiterbildung und vor allem auch über die duale Ausbildung, die jetzt schon weltweites Vorbild ist, sichern und gewinnen können. Zudem ist es wichtig, an den Schulen auch an Gymnasien und Gesamtschulen schon früh auf die gezielte Berufsorientierung zu setzen, und die Vorzüge der betrieblichen Berufsausbildung wie die guten Verdienstmöglichkeiten, interessante Tätigkeiten und Aufstiegschancen vorzustellen. Wer sich nach der Schule für eine Ausbildung entscheidet, lernt die Arbeitswelt und sich selbst besser kennen, und nach 3 Jahren eröffnen sich tolle Möglichkeiten für ein erfülltes Berufsleben!

Wir als Politik wollen und müssen gemeinsam mit der Wirtschaft die besten Rahmenbedingungen schaffen für die Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Wir müssen helfen, Angebot und Nachfrage von Ausbildungsplätzen zusammenzubringen, für die Fort- und Weiterbildung der Beschäftigten und für die Qualifizierung von beschäftigungslosen Menschen. Denn nur dann kann Nordrhein-Westfalen dauerhaft attraktiv als Wirtschaftsstandort und Wachstumsmotor in Deutschland werden und bleiben.“

Hintergrund:

Der Fachkräftemangel besteht oder droht branchenübergreifend. Im Bereich des Handwerks beispielsweise sind die Auftragsbücher voll und die ersten Kapazitätsgrenzen erreicht. Diese Zahlen von Unternehmer NRW spiegeln den Trend grundlegend wider: 2017 waren in Nordrhein-Westfalen rund 82.100 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen (ohne Helfer) unbesetzt gemeldet. Das ist mehr als eine Verdoppelung im Vergleich zu 2010 (37.720). Gleichzeitig dauert es nachweisbar immer länger, eine angebotene Stelle mit qualifizierten Bewerbern zu besetzen.

Impulsgeber beim Werkstattgespräch:

Karl-Josef Laumann, NRW-Minister für Arbeit 
Thorsten Withake, Agentur für Arbeit Nordrhein-Westfalen
Tanja Nackmayr, Unternehmer NRW
Petra Pigerl-Radtke, IHK NRW
Frank Tischner, Kreishandwerkerschaft Steinfurt-Warendorf
Alexander Bustedde, Institut der deutschen Wirtschaft in Köln

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