Waldstrategie – Für starke Wälder in Nordrhein-Westfalen

23.04.2026

Jochen Ritter (CDU) und Gregor Kaiser (Grüne) zur NRW-Waldstrategie.

Ministerin Silke Gorißen hat heute die neue NRW-Waldstrategie vorgestellt. Mit diesem Maßnahmenpaket soll die Vitalität der Wälder in NRW verbessert und ihre Stabilität und Widerstandsfähigkeit gestärkt werden. Dazu erklären Gregor Kaiser, waldpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion, und Jochen Ritter, Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume für die CDU-Fraktion:

Jochen Ritter: „Jetzt im Frühling, wo der Wald mit frischem Grün aufwartet, wird besonders deutlich, um was es geht: ihn vital zu halten und so stabil zu gestalten, dass sich dieses Bild unter veränderten Bedingungen zukünftigen Generationen ebenso bietet. Die heute vorgestellte Waldstrategie zeigt Wege auf, wie dieses Ziel erreicht werden kann – und zwar aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Denn ein breites Spektrum an Akteurinnen und Akteuren, die im Wald unterwegs sind, haben dankenswerterweise ihre Expertise eingebracht. So finden sich darin etwa die, die mit ihrer Wertschöpfung zu unserer Rohstoffsouveränität beitragen, genauso wieder wie zum Beispiel die, die dort Erholung suchen. Der Schwerpunkt liegt auf einer klimaangepassten Waldbewirtschaftung, die auf die Entwicklung standortgerechter Mischwälder aus mehreren Baumarten abzielt, um die vielfältigen Funktionen des Waldes auch künftig zu erhalten und zu stärken. Wir als CDU-Landtagsfraktion begrüßen dieses wissenschaftlich fundierte wie praxisnahe Ergebnis intensiver Auseinandersetzung mit, wie es der Meteorologe Karsten Schwanke bei der Vorstellung formulierte, der ,wichtigsten natürlichen Klimaanlage, die es gibt‘, und werden das unsere dazu beisteuern, dass die darin aufgeführten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden."

Gregor Kaiser: „Unsere Wälder sind zentrale Lebensräume, Erholungsorte und Wirtschaftsfaktoren. Doch sie stehen unter Druck: Klimaveränderungen, Dürren und Schädlinge setzen ihnen zu. Daher müssen die Konzepte und Instrumente im Umgang mit den Wäldern angepasst werden. Mit der Landeswaldstrategie schlägt die schwarz-grüne Landesregierung ein neues Kapitel im Umgang mit den Wäldern auf. Mit einem breiten Maßnahmenpaket wollen wir – in Zusammenarbeit mit den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern – die Widerstandsfähigkeit und die Vielfältigkeit unserer Wälder stärken. Um auf die Klimakrise zu reagieren, um die biologische Vielfalt zu steigern, um weiter Holz produzieren zu können. Zudem sieht die neue Strategie eine Intensivierung der Forschung im Bereich der Waldökologie und einen damit verbundenen Wissenstransfer zu den Waldbesitzenden sowie Försterinnen und Förstern vor. Es ist gut, dass mit der neuen Waldstrategie auch der Boden- und Wasserschutz stärker in den Fokus genommen wird, denn Wälder sind zentral für die Wasserrückhaltung und Wassergewinnung. Und der Boden ist wichtiger CO2-Speicher, Lebensraum und grundlegende Basis jeder Waldbewirtschaftung. Die neue NRW-Waldstrategie ist ein zentraler Schritt für die Novellierung des Landesforst- zum Landeswaldgesetz.“