Sehr geehrter Herr Präsident,
liebe Kolleginnen und Kollegen,
wie junge Menschen nach der Schule ihren Weg finden, geht uns alle an.
Viele hier werden sich an ihren Start in das Berufsleben oder in eine weitere Bildungslaufbahn noch erinnern.
Sicher wusste nicht jeder hier im Saal mit 16 oder 18 Jahren, was er beruflich machen wollte.
Heute gibt es für die jungen Menschen ne Menge Unterstützung bei der Berufswahl.
Und ja, die Zahl aus der Statistik ist hoch, aber sie zeigt kein Scheitern der Landesregierung – sondern, dass wir seit 2024 genauer hinschauen.
Schulen melden Jugendliche ohne klare Anschlussperspektive jetzt verpflichtend an die Bundesagentur für Arbeit.
Das macht die Lage transparenter und die Unterstützung verlässlicher. Das gab es vorher nicht.
Die Zahlen erfassen die Situation einfach ehrlicher und wir kümmern uns früher.
Es geht nicht nur um Jugendliche ohne Chancen. Auch diejenigen, deren nächster Schritt noch unklar ist, werden einbezogen.
Genau das ist der Sinn: niemand geht verloren. Das nennt man Verantwortung.
Fast die Hälfte der Jugendlichen war bereits in Beratung.
Die Schulen machen hier einen richtig guten Job und schauen hin, wo Unterstützung gebraucht wird.
Das ist eine Art Verantwortungskette:
Lehrkräfte melden frühzeitig, die Arbeitsagentur übernimmt, bindet Jobcenter und Jugendhilfe ein und begleitet bis zum nächsten Schritt.
Vor den Sommerferien werden konkrete Angebote organisiert, danach geht die Beratung auch in den Ferien weiter.
Und wenn Eltern oder die Familien dabei noch die Jugendlichen motivieren und ihrerseits unterstützen, ist das noch besser.
Alle haben das gleiche Ziel- Junge Menschen in das Berufsleben zu helfen.
Darauf bauen wir weiter auf. Mit „Jugend in Beruf“ testen aktuell noch 16 Schulen neue Ansätze, die später landesweit eingeführt werden sollen.
Mit „Kein Abschluss ohne Anschluss“ haben wir in NRW ein starkes System aufgebaut.
Es hilft, Talente zu entdecken, Praxiserfahrungen zu sammeln und konkrete Perspektiven zu entwickeln.
Ganz individuell unterstützen wir mit KAoA-STAR und KAoA-kompakt gezielt junge Menschen, die mehr Hilfe brauchen.
Klar ist aber auch, wir haben noch Herausforderungen, für die wir noch bessere Lösungen finden müssen.
Damit meine ich, dass wir die offenen Stellen besser mit den Suchenden zusammenbringen müssen. Reinschnuppern kann helfen.
Ein wichtiger Ansatz ist dabei mehr Praxiserfahrung:
das bedeutet längere Praktika und intensivere Kontakte zu Betrieben.
Unternehmen und Kammern werden stärker eingebunden, damit Jugendliche und Betriebe früher zueinanderfinden.
Und noch zur Finanzierung:
Trotz angespannter Haushaltslage investieren wir gezielt.
Für KAoA stehen insgesamt 12,7 Millionen Euro bereit, dazu 8 Millionen für die Berufseinstiegsbegleitung.
Weitere Programme bringen zusammen rund 30 Millionen Euro.
Insgesamt fließen über 50 Millionen Euro in Berufsorientierung und Übergang Schule in Beruf, und mehr als 130 Millionen Euro in die Arbeitsförderung, ein großer Teil davon wiederum in Ausbildung und Qualifizierung.
Wenn Mittel vom Bund oder aus dem EU-Parlament genutzt werden (sie benennen die EU-Mittel), kann das für uns doch nur von Vorteil sein, da wir die Landesmittel anderweitig gut nutzen können.
Unser Ziel ist klar:
Junge Menschen sollen die Schule mit einer Perspektive verlassen.
Eine Ausbildung ist dabei der beste Weg in ein selbstbestimmtes Leben.
Und genau dafür setzen wir uns ein.
Vielen Dank!

Empfehlen Sie uns!