Foto-Credit: CDU-Landtagsfraktion/Ralph Sondermann
Nordrhein-Westfalen ist Sportland Nr. 1. Eine Region, die großen Sport liebt und kann. Olympische und Paralympische Spiele in NRW wären kompakt, nachhaltig – und es wären spektakuläre Zuschauerzahlen vor Rekordkulissen möglich. Das zeichnet die Bewerbung für Spiele in der Region KölnRheinRuhr aus. Vor diesem Hintergrund stellen sich zentrale Fragen: Wie kann die Gesellschaft von diesem sportlichen Großereignis profitieren? Wie schafft man die besten Rahmenbedingungen für die Athletinnen und Athleten? Welche Rolle spielen modernste Technologie und verlässliche Förderstrukturen? Vor rund 130 Gästen hat die CDU-Landtagsfraktion darüber mit entscheidenden Akteuren im Kölner RheinEnergieStadion diskutiert.
„Wir wollen ein klares Signal setzen: Nordrhein-Westfalen steht hinter der Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele“, sagte Fraktionsvorsitzender Thorsten Schick. „Dieser Abend zeigt, wie viel Begeisterung und Zusammenhalt entstehen können, wenn wir ein solches Ereignis in unsere Region holen.“ Jens Nettekoven, sportpolitischer Sprecher der Fraktion, wies darauf hin, dass es um noch mehr geht, als die Spiele nach NRW zu holen: „Entscheidend ist, dass sie überhaupt wieder nach Deutschland kommen. Ich glaube, jeder Sportler wünscht sich, einmal Olympische Spiele im eigenen Land zu erleben.“
Sonja Greinacher wurde bei den Sommerspielen 2024 in Paris Olympiasiegerin mit der deutschen 3×3-Basketballnationalmannschaft der Damen – „eine noch junge Sportart, die erst seit 2020 olympisch ist. Viele Menschen kannten die Sportart vorher kaum, doch bei den Spielen hat sich das schnell geändert. Seitdem spüren wir, wie stark das Interesse gewachsen ist, etwa durch viele Anfragen in Vereinen oder neue Turniere. Olympia kann Begeisterung für Sport auslösen und viele Menschen neu erreichen.“ Gleichzeitig zeige sich im internationalen Vergleich aber auch, dass Investitionen in Sportstätten nötig sind. Eine Olympiabewerbung sieht sie deshalb auch als Chance, Trainingsbedingungen zu verbessern und dem Sport insgesamt mehr Aufmerksamkeit zu geben.
Auch Lucas Liß, paralympischer Bahnradfahrer, wünscht sich, dass Sport wieder einen höheren Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommt – vom Schulsport bis zum Leistungssport. „Leistungssport ist für mich vor allem eine Frage der Einstellung. Man weiß, warum man früh aufsteht, hart trainiert und große Wege auf sich nimmt. Im Tandem-Bahnradfahren ist das Zusammenspiel entscheidend – Technik und Vertrauen müssen perfekt zusammenpassen.“ Sein Tandem-Partner Thomas Ulbricht konnte sich zeitweise vom Beruf freistellen lassen, um sich auf den Sport zu konzentrieren. „Im Parasport funktioniert die Finanzierung häufig eher über Sponsoringstrukturen als über feste Gehälter. Am Ende macht man diesen Sport nicht wegen des Geldes, sondern aus Leidenschaft. Es geht darum, seine Grenzen kennenzulernen und im entscheidenden Moment auf der Bahn alles abzurufen.“
Für Timo Wess, Doppel-Olympiasieger im Hockey, sind Olympische Spiele das größte Ereignis überhaupt: „Weltmeisterschaften haben einen ähnlichen Stellenwert, aber Olympia hat eine besondere Atmosphäre. Diese Momente und das internationale Flair erlebt man so sonst nirgendwo. Wenn Deutschland Olympische Spiele ausrichten würde, wäre das eine enorme Chance – für die Städte, für die Regionen und für den Sport insgesamt. Eine Bewerbung könnte wichtige Infrastruktur und bessere Trainingsbedingungen schaffen. Gleichzeitig entsteht ein einzigartiges Gemeinschaftsgefühl, das man kaum in Zahlen messen kann. Dieser olympische Spirit kann Menschen begeistern und eine ganze Region nach vorne bringen.“
Torsten Burmester, Oberbürgermeister der Stadt Köln, hat zuletzt in Paris selbst erlebt, wie Olympische Spiele sportlichen Wettbewerb mit Respekt und internationaler Begegnung verbinden. „Genau solche Momente wollen wir auch nach Köln und in die Rhein-Ruhr-Region holen. Mit KölnRheinRuhr haben wir einen international verständlichen Namen gewählt und wollen Millionen Menschen in der Region für die Idee gewinnen. Ein großer Vorteil unserer Bewerbung ist die kompakte Struktur mit kurzen Wegen und einem gemeinsamen Olympischen Dorf für die meisten Athletinnen und Athleten.“ Zudem könnten wichtige Infrastrukturprojekte entstehen, etwa neue Wohnquartiere und Sportstätten. Genutzt werden sollen weitgehend bestehende Anlagen oder temporäre Lösungen – damit könne eine nachhaltige und überzeugende Bewerbung vorgelegt werden.
Andreas Hahn, Regierungsdirektor und Dezernatsleiter Spitzensport der Bundeswehr, berichtete, dass die Bundeswehr Spitzensportlerinnen und Spitzensportler mit Zeit, finanziellen Mitteln und einem stabilen sozialen Rahmen unterstützt: „Für die Truppe ist der Spitzensport ein Gewinn, weil Soldaten stolz auf ihre erfolgreichen Athleten sind. Olympische Spiele haben darüber hinaus einen langfristigen Effekt: Ein Gastgeberland profitiert oft viele Jahre vor und nach den Spielen – sportlich wie infrastrukturell.“
Gregor Golland, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion, wünscht sich, dass die Menschen in Nordrhein-Westfalen genauso begeistert sind wie die Sportlerinnen und Sportler auf der Bühne des Werkstattgespräches. „Sie kämpfen jeden Tag für diesen einen Moment – nicht für Geld, sondern für dieses unbeschreibliche Gefühl bei Olympia. Genau dafür bietet Olympia die größte Bühne für den größten Moment. Tragen Sie diese Botschaft weiter in Ihre Städte, zu Ihren Freunden und Bekannten – dann können wir es gemeinsam schaffen, Olympische Spiele nach Nordrhein-Westfalen zu holen.“
Weitere Fotos in druckfähiger Auflösung finden Sie unter
https://www.cdu-nrw-fraktion.de/artikel/werkstattgespraech-sportland-nrw-2026

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